Kunst-Förderseminar: SPRUNGBRETT zur KUNSThochschule

Der BDK-SH, Fachverband für Kunstpädagogik e.V., führt jedes Jahr in Zusammenarbeit mit dem BDK Landesverband Hamburg das Förderseminar SPRUNGBRETT ZUR KUNSTHOCHSCHULE für Abiturientinnen und Abiturienten aus beiden Bundesländern durch.

Die ausgewählten Schülerinnen und Schüler sollten sich durch ihre künstlerischen Leistungen oder durch einen besonderen Einsatz im oder für den Kunstunterricht hervorgetan haben.

Der BDK Schleswig-Holstein will die Teilnehmerinnen und Teilnehmer künstlerisch fördern und ihnen somit die Gelegenheit geben, die verschiedenen Standorte in den Ländern erleben zu können, an denen Kunst Lehramt, freie oder angewandte künstlerische Wissenschaften studiert werden können.

Die Termine und Bewerbungsformulare für das Förderseminar "Sprungbrett zur Kunsthochschule 2018" sind hier bekanntgegeben und zum Download bereitgestellt.

 

DOWNLOADS:

>>>Einladung

>>>Bewerbungsformular

>>>Einverständniserklärung

 

:::: FREIRAUM- Sprungbrett zur Kunsthochschule 2017 ::::

Ein Bericht von Lilian Nachtigall, (Humboldt-Gymnasium, Kiel)

Gespannt und voller Aufregung, was mich erwarten wird kam ich beim Department Design der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg an. Bei der Suche nach der richtigen Räumlichkeit begegnete mir eine weitere Teilnehmerin, mit der ich zusammen als erste das Atelier erreichte. Wir wurden von sehr offenen und zuvorkommenden Studenten empfangen. Nach und nach kamen dann auch die anderen Teilnehmer an. Alle fünf Studenten hatten ihre Lieblingsbücher aus verschiedenen Richtungen von zuhause mitgebracht, die ausgebreitet auf einem großen Tisch lagen, um welchen wir alle herum saßen.
In einer Vorstellungsrunde sagte jeder, Teilnehmer sowie Student, etwas zu seiner Person und stellte seinen momentanen Lieblingsstift und eines der Bücher vom Tisch vor, in denen wir vorher geschmökert haben und welches ihn angesprochen hat. Zusammen mit ein paar witzigen Zeichenübungen konnte ich die anderen Teilnehmer und deren künstlerischen Richtungen direkt kennenlernen und einordnen.
Nebenbei hatten wir immer die Möglichkeit, die Studenten alles zu fragen, vor allem was Studiengänge, Bewerbungen, Mappenvorbereitung oder auch Studentenalltag angeht.
Das Seminar hatte "FREIRAUM" als Thema. Vorab erhielten wir die Aufgabe, drei Gegenstände mitzunehmen, die wir mit diesem Begriff verbinden. Die verschiedenen Assoziationen waren so unterschiedlich und einfallsreich zugleich.
Nach dem Kennenlernen galt es, sich zwei von den, auf dem Tisch ausgebreiteten Gegenständen aller Teilnehmer und Studenten auszusuchen und seine Wahl zu erläutern. Selbst das sorgte für viel Inspiration und Denkanstöße.
Bewaffnet mit unseren Gegenständen wurden wir in kleinen Gruppen je einem Studenten zugeteilt.
Passend zum Thema "FREIRAUM" bekamen wir keine Aufgabenstellung. Wir durften unseren Fantasien freien Lauf lassen und jeder durfte sein eigenes Ding machen. Trotzdem wich die Studentin, die für meine Gruppe zuständig war, nicht von unserer Seite. Auf Beratung, Kritik, Interesse und Unterstützung könnten wir jeder Zeit zählen.
Gruppenübergreifend bestand durchgängig ein Interesse für die Arbeiten und die Schaffungsprozesse aller Teilnehmer.
Die praktische Arbeit, der Rundgang durch die HAW und der gemeinsame Mensa-Besuch vermittelten einen entspannten Eindruck, der authentischer als jede Erzählung war.
Am Ende des ersten Tages wurden die am Morgen gebundenen und am Abend prall mit Ideen gefüllten Skizzenbücher und Entwürfe der ganzen Gruppe präsentiert. Es war toll, von einer großen Runde selbst Feedback zu bekommen und die Ideen der anderen Teilnehmer in Verbindung mit den dazugehörigen Gegenständen zum Thema "FREIRAUM" zu sehen.
Der erste Tag verging wie im Flug, was sehr schade war.
Der 2. Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück, wo auch die Studenten viel von sich und ihrem bisherigen Werdegang erzählten. Danach war geplant, dass wir weiter unsere Ideen ausarbeiten. Dabei war der Weg wichtiger als das Ziel. Manche hörten Musik dabei, andere unterhielten sich oder arbeiteten still für sich. Die uns betreuende Studentin gab uns zwischendurch aber auch kleine Schreibaufgaben um uns noch ein paar zusätzliche Impulse und Anstöße zu liefern. So hatten wir z.B. die Aufgabe, unserem Gegenstand drei Fragen zu stellen.
Mittags wurde dann Pizza bestellt, die wir in großer Runde zusammen aßen. Danach arbeiteten wir alleine weiter.
Am Abend stand dann noch die Präsentation aller Arbeiten aus.
Ich wählte als Präsentationsform ein Heft aus, in der ich meine verschiedenen Ausführungen zum Freiraum bündelte und zusammenband.
Vorgestellt wurde alles in einer Art Ausstellung, die im Zeichensaal stattfand. Es war so interessant, die unterschiedlichen Herangehensweisen der anderen kennenzulernen. Leider war das Seminar viel zu schnell zu Ende.
Insgesamt nehme ich sehr viel mit aus dem Seminar. Ich habe verschiedene Techniken, Stile und Herangehensweisen kennengelernt und freue mich, so nette und kreative Menschen kennengelernt zu haben. Mit einigen stehe ich auch nach dem Seminar noch in Kontakt.
Die Studenten haben sich sehr viel Mühe gegeben und sich viel Arbeit gemacht. Das Seminar hielt genau die richtige Balance zwischen eigenständigem Arbeiten und der Unterstützung von anderen Kreativen. Ohne ins kalte Wasser geworfen zu werden, wurde das Thema "FREIRAUM" auch in der Workshop-Planung umgesetzt.
Ich bin den Studenten und allen, die das Seminar möglich gemacht haben dankbar für so genaue Einblicke in künstlerische Studiengänge, für die tolle Art der Studenten uns diese zu vermitteln und für die tolle Erfahrung.
Ich würde das Seminar anderen, an einer künstlerischen Zukunft interessierten, jungen Menschen jederzeit weiterempfehlen.
Danke, dass ich dabei sein durfte!

Lilian Nachtigall

 

 

:::AUFTAUCHEN- Sprungbrett zur Kunsthochschule 2016:::

Ein Bericht von Charlotte Zils (Detlefsengymnasium, Glücksstadt)

Mit großer Vorfreude startete ich den Weg zum diesjährigen Förderseminar der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Knapp eine halbe Stunde zu früh kam ich an dem großen Gebäude an und trat mit Aufregung, sowie gleichermaßen Freude und Neugierde ein. Nachdem der Raum gefunden war, begrüßte mich der leitende Student und nach und nach trudelten die restlichen Teilnehmer ein. Es war spannend für mich zu sehen, mit welchen Mappen sich Studenten beworben hatten und mit diesen auch angenommen worden sind. Dies vermittelte mir einen Einblick in die möglichen erforderlichen Werke und die ebenso möglichen Techniken und Stile:  Aquarell - Fine-Liner - Comic - Realismus. Gespannt war ich nicht nur auf die angebotenen Fachrichtungen, sondern auch auf die damit verbundenen Umsetzungsmöglichkeiten, die im Laufe des Tages individuell zum Thema „Auftauchen“ umgesetzt/ erbracht werden mussten. Ich entschied mich voller Vorfreude für die Malerei und konnte es kaum abwarten den Pinsel in meiner Hand in Farbe zu tunken, um etwas auf die Leinwand zu malen. Doch vorher stand erst einmal eine kleine Führung durch das Gemäuer an. Danach begaben sich unsere Studentin Dagmar, der Teilnehmer, der sich ebenfalls für Malerei entschieden hatte und ich, in den für uns reservierten Raum. Gespannt schaute ich auf die von Dagmar mitgebrachten Farben: Rot und Blau. Zuerst sollten Farbassoziationen bildhaft dargestellt werden, dann haben wir von uns aus den Schwerpunkt auf Geschlechterrollen von Frau und Mann gelegt, Wortassoziationen erstellt, um zum Schluss das individuell erstellte Bild anzufertigen. Dieser Abschnitt war wohl der spannendste, da ich hier meiner Fantasie freien Lauf lassen konnte. Nach knapp 2 ½ Stunden konzentriertem Arbeiten am Gemälde war der Tag dann auch schon vorbei - was sehr zu bedauern war.

Der zweite Tag gestaltete sich für mich nicht weniger spannend und aufregend, da erstens eine neue Technik ausgewählt werden musste und zweitens am Ende des Workshops eine Präsentation aller erstellten Werke von den jeweiligen Teilnehmern erfolgte. Ich entschied mich für den heutigen Tag für das konstruktive Zeichnen, was sich als sehr aufregend für mich gestaltete, da sich mir eine komplett unangetastete Stilrichtung eröffnete. Angefangen mit Streichhölzern sowie ihrer Verpackung sollte mit einem weißen Papier irgendetwas kreiert werden, um dann daraus eine auf ihre wesentlichen Grundlinien basierende Form herauszufiltern. Ich verbrauchte Unmengen von Papier, da ein kleiner Evolutionszyklus entstand, Stück für Stück entstand das fertige Bild, welches sich eher zaghaft entwickelte. Des Weiteren war ich zeitweilig skeptisch was den Stil und mein Ergebnis anging, war am Ende dann aber doch zufrieden. Die Präsentationen gestalteten sich ebenfalls als interessant, zogen sich aber etwas in die Länge, sodass eine ganze Stunde überzogen wurde. Machte nix! Aber ehe man sich´s versah, war das gesamte Förderseminar zu Ende. Zwei Tage voller Abwechslung, Informationen und vieles mehr. Es war einfach nur höchst interessant, spannend und hat durchgängig Spaß gemacht. Ich kann all denen, die ein Kunststudium in Erwägung ziehen nur wärmstens empfehlen, sich für dieses Seminar zu bewerben. Es war eine wertvolle Erfahrung für mich und ich würde jederzeit ein solches Förderseminar wiederhohlen.

Danke, dass ich dabei sein durfte!

Charlotte Zils

04.11.-05.11.2017 Sprungbrett zur Kunsthochschule. Förderseminar für künstlerisch innovative Schülerinnen und Schüler. Eine Kooperation der BDK Landesverbände Schleswig-Holstein und Hamburg in Zusammenarbeit mit der Hochschule für bildende Künste (HfBK).

:::SPRUNGBRETT ZUR KUNSTHOCHSCHULE 2016 IN DER HfBK HAMBURG:::

SAVE THE DATE::: SPRUNGBRETT ZUR KUNSTHOCHSCHULE