Bildungspolitik

::: KUNST ALS MANGELFACH :::

Der BDK-SH hat sich zur Frage der Ausbildung von Seiteneinsteigern/ Quereinsteigern für den Regelunterricht an allgemeinbildenden Schulen in Schleswig-Holstein im Fach Kunst gegenüber dem Ministerium mit einer Stellungnahme und in einem Gespräch positioniert und für eine qualitativ hochwertige, an professionellen Kriterien ausgerichteten Bildungspolitik im Fach Kunst appelliert. Die bundesweite Diskussion mündete in einem Positionspapier des BDK. Dies lesen Sie bitte >>>Hier

Was könnte die Landesregierung in der derzeitigen Situation tun, um die ästhetischen Fächer zu stärken?

Kunst muss wieder Mangelfach sein, um für das Fach verstärkt LiV's zugewiesen zu bekommen. Damit wären in der SEK 1 auch wieder mehr LehrerInnen zur Verfügung, um zu verhindern, dass im Zuge der geplanten Flexibilisierung im Bereich der Stundentafel dieser Mangel durch Unterricht in anderen Fächen kompensiert wird.

Mehr Flexibilität in der Profiloberstufe: Wir haben im jetzigen System die Situation, dass neben den verpflichtenden Profilen Sprache und Naturwissenschaft häufig das gesellschaftliche Profil angewählt wird, weil die SchülerInnen damit bereits alle erforderlichen Bereiche abdecken. Viele Schulen können wegen der Schülerzahlen nur 3 Profile anbieten. SchülerInnen die Kunst wählen können, müssen mehr Stunden leisten. Neben den Kernfächern muss auch ein sprachliches Profil verbindlich angewählt werden. Hier könnte man flexibler agieren und einen ästhetisch-sprachlichen Bereich anbieten. Die Erfahrung aus den früheren Leistungskursen zeigt, dass häufig Kombinationen Deutsch/Kunst gewählt wurden, also durchaus  das Interesse an Kunst aus dem Bereich der Sprachinteressierten kam.

Mehr Berufsorientierung in SEK I: Der gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung tragend, könnte der Kunstunterricht in der SEK I stärker beruforientiert ausgerichtet sein, um all denjenigen, die nicht in die Oberstufe gehen, auch eine Sinnhaftigkeit des Kunstunterrichts zu verdeutlichen.