Bücherkiste/ Tipps für den Kunstunterricht

MATERIAL FÜR DAS THEMA-ARCHITEKTUR ab Klasse 8

Das Buch ArchitekturWerkstatt bietet Lehrermaterial für den Unterricht im Fach Kunst ab Klasse 8.

>>>https://verlage.westermanngruppe.de/schroedel/reihe/ARCHWERK/ArchitekturWerkstatt

Beispiele für den Unterricht

Kunst – Beispiele für den Unterricht
Band III: Kekse, Stifte, Spielfiguren − Gestalteter Alltag
(GS, RGS, GY, BBS)

A. Gamp, B. Hansen, I. Höpel, A. Mohr, 
J. Schoderer, K. Schmidt, J. Tewes, U. Thoms
November 2013, 206 Seiten
inkl. CD m. Arbeitsblättern
Best.-Nr. 12/2013, € 14,−−

 

Bestellungen bei: 
Brigitte Dreessen
Tel.: 0431-5403-148
Fax: 0431-5403-200
brigitte.dreessen@iqsh.landsh.de

Digitale Medien - Animationsfilm und interaktives Video

In unserer Reihe "Kunst - Beispiele für den Unterricht" ist im Oktober 2011 der erste Band zum Animationsfilm erschienen. Hrsg: IQSH, Kronshagen 2011. Der Band kann für 16€/8€ erworben werden.

 

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Architektur und Raum

In der Reihe "Kunst - Beispiele für den Unterricht" ist im Oktober 2012 der zweite Band zum Arbeitsbereich Architektur erschienen.

Hrsg.: IQSH, Kronshagen 2012.

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29.09.2013

Wie eine „ästhetische Alphabetisierung“ in der Grundschule gelingen kann

Glücksgefühle bei der Arbeit mit Ton und Begeisterung für das Schwarzlichttheater: Die Unterrichtsinszenierungen von Brigitte Limper lassen Grundschulkinderaugen leuchten. Das zeigen die dokumentierenden Fotografien, die in ihrer Dissertation „Interdisziplinarität und Ästhetische Bildung in der Grundschule“ abgebildet sind.

Nicht viele Autoren aus der Kunstpädagogik haben das Feld der Grundschulpädagogik wissenschaftlich aus der Praxis heraus untersucht. Brigitte Limper geht diesen Schritt. Sie fragt sich, „wie ästhetische Entdeckungskontexte in der Praxis inszeniert und individuell wirksam werden können.“ (Limper 2013, S. 17).

Die erfahrene Grundschullehrerin und Kunstpädagogin wendet sich damit auch an fachfremd unterrichtende Kollegen und Kolleginnen, die Tag für Tag neu vor der Herausforderung stehen, mit Grundschulkindern Kunstunterricht zu gestalten. Die Vermittlung von Bildkompetenz versteht Limper dabei nach Ludwig Duncker als einen Prozess der „ästhetischen Alphabetisierung“ (Limper 2013, S. 25). Dieser Ausdruck schreibt dem Kunstunterricht in der Grundschulpädagogik eine elementare Rolle zu, so elementar wie das Lesen lernen.

Insbesondere der fächerübergreifende Unterricht sei dabei Kern des interdisziplinären Gedankens. Wobei es dabei nach Peez nicht um ein Nebeneinanderstellen mehrerer Fächeraspekte gehe, sondern um das Hinterfragen dieser Fächerordnungen. Wichtig sei, dem einzelnen Kind individuell bedeutsame Zugänge und Perspektiven zu eröffnen. (Limper 2013, S. 37).

Eine solche Perspektive könne beispielsweise das Schwarzlichttheater sein. Auditive Wahrnehmungen von Klang und Ton kombinieren sich hier mit Bewegung und Licht- oder Leuchteffekten. Limpers Unterrichtskonzeption zeigt: Die Bühne wird zu einem Experimentierfeld und zu einem ästhetischen Wahrnehmungsraum. Ähnliche Wahrnehmungsräume öffnet Limper im Spiel mit dem Overheadprojektor oder in der Arbeit mit Ton und Keramik.

Ihr Plädoyer: „Die Berücksichtigung von Leibhaftigkeit, experimentellem Zugang und Materialvalenz sollte im Unterricht der Schuleingangsphase durchgängig präsent sein“. (Limper 2013, S. 215). (Kerstin Asmussen)

19.02.2011

Orientierung zwischen Buchdeckeln: Der Tagungsband zum BDK Bundeskongress 2009

Mit dem vorliegenden Tagungsband stellen die Herausgeber Kunibert Bering, Clemens Höxter und Rolf Niehoff den hohen Anspruch an sich selbst, „das enorme Spektrum des kunstpädagogischen Problemfeldes“ wiederzugeben (vgl. S. 9).

„Orientierung Kunstpädagogik“ so lautet der Titel. Doch woran orientiert sich die Kunstpädagogik nun? Zunächst einmal werden zentrale Begriffe aufgeworfen, um das benannte Problemfeld in groben Zügen einzukreisen: Orientierung, Krise, Kritik, Kultur, Kunst und Erziehung im Wandel. „(Kunst-)Unterricht ist eingebettet in Schule. Schule ist integriert in Gesellschaft und Kultur. BILDER haben erheblichen Einfluss auf unsere aktuelle Kultur“ (S.9), mit diesen Worten setzen die Herausgeber einen inhaltlichen Rahmen, der gleichzeitig einen legitimierenden Charakter hat. Die Aufsätze sind entsprechend in vier Blöcke sortiert: Schule, Gesellschaft, Bildkultur und Entwicklungen. Im Themenfeld Schule orientieren sich die Autoren im Schwerpunkt an Bildungsstandards und Kompetenzen. Orientierungsmarken sind außerdem u.a. der Prozess, der Raum und das Interdisziplinäre. Auch eine Kritik an der Farbenlehre, findet dort einen Platz. Unter der Rubrik Gesellschaft ist insbesondere der Aufsatz von Hubert Sowa erwähnenswert, der im Anschluss an den Kongress den so genannten „Sowa-Eklat“ (vgl. Jörg Grütjen, BDK-Mitteilungen 1/2010, S. 6) ausgelöst hat. Aus diesem Eklat erklären sich u.a die Bemühungen den Bundeskongress 2012 mit neuen Kommunikationsstrukturen zu entwerfen. Ebenfalls bemerkenswert ist der Aufsatz von Rudolf Preuss, der als politischer Appell zu lesen ist: Die Rolle des Künstlers dürfe in Bezug auf Kunstunterricht nicht mystifiziert werden, vielmehr seien Kooperationen zwischen Künstlern und Kunstpädagogen erstrebenswert (S. 179-183). Unter dem Themenfeld Bildkultur lassen sich schließlich Facetten des Bild-Begriffes ausmachen. Das Spektrum reicht von klassischen Bildzitaten in den Medien über Architektur, Netzkunst und eine Schulfächer übergreifende Betrachtung bis hin zu YouTube und FanArt.

Äußerlich kommt der Tagungsband edel daher. Ein fester schlichter Einband und ein klares Layout auf hochwertigem Papier schmeicheln dem Auge und der Haptik.Weniger schmeichelhaft ist der stolze Preis von 37,50 Euro. Hier sind BDK-Mitglieder im Vorteil. Sie können den Tagungsband leicht vergünstigt für 30,- Euro über die BDK-Geschäftsstelle erwerben. Erschienen ist der Tagungsband im Athena-Verlag 2010. (Kerstin Asmussen)